Die fünf Säulen der Agent Accessibility
1. llms.txt
Die llms.txt ist nicht nur für GEO relevant, sondern kann auch von KI-Agenten als erste Anlaufstelle genutzt werden, um sich einen Überblick über eine Website zu verschaffen.
Daher sollte in dieser Datei beschrieben werden:
- worum es auf der Website geht
- wer die Website betreibt
- welchen Nutzen die Website bietet
- welche Aktionen auf der Website durchgeführt werden können
Zusätzlich kann eine llms-full.txt bereitgestellt werden. Diese dient nicht als Übersicht, sondern stellt den vollständigen Inhalt einer Website in Markdown bereit. Für KI-Agenten ist dieses Format deutlich einfacher zu verarbeiten als HTML.
2. robots.txt
Die robots.txt ist für Crawler aller Art relevant – auch für KI-Agenten.
Über diese Datei können technische Richtlinien und Zugriffsregeln definiert werden. Im Gegensatz zur llms.txt, die eher inhaltlich ausgerichtet ist, geht es hier primär um technische Vorgaben.
Wie bereits bei klassischen Suchmaschinen-Crawlern gilt jedoch: Die Einhaltung dieser Regeln liegt letztlich im Ermessen des jeweiligen Systems.
3. Sauberes semantisches HTML
Sauberes semantisches HTML war bereits für SEO wichtig und gewinnt für KI-Agenten zusätzlich an Bedeutung.
KI-Agenten lesen Websites nicht visuell, sondern über deren Quelltext. Deshalb sollte dieser möglichst sauber strukturiert und semantisch korrekt aufgebaut sein.
Eine <div> mit der Klasse „button“ kann von einem KI-Agenten zwar interpretiert werden, erfordert aber zusätzliche Rückschlüsse auf Basis der DOM-Struktur und des Kontextes.
Ein echtes <button>-Element macht hingegen unmittelbar deutlich, dass hier eine Interaktion möglich ist. Wird zusätzlich über Titel oder ARIA-Labels beschrieben, welche Aktion ausgelöst wird, verbessert dies die Verständlichkeit weiter.
4. APIs und strukturierte Schnittstellen
Je mehr Informationen und Prozesse auf einer Website strukturiert bereitgestellt werden, desto einfacher können sie von KI-Systemen genutzt werden.
Während Menschen Inhalte über Benutzeroberflächen konsumieren, greifen KI-Systeme bevorzugt auf klar definierte Datenquellen und Schnittstellen zurück. Dadurch können Informationen schneller verarbeitet und Prozesse zuverlässiger ausgeführt werden.
Für Unternehmen bedeutet das: Wer Produkte, Dienstleistungen oder andere wichtige Informationen strukturiert zugänglich macht, schafft bessere Voraussetzungen für zukünftige KI-Anwendungen und automatisierte Interaktionen.
5. Model Context Protocol (MCP)
MCP (Model Context Protocol) ist ein neuer Standard, der KI-Agenten dabei helfen soll, Funktionen und Prozesse auf Websites besser zu verstehen und zu nutzen. Auch wenn sich dieser Standard noch in Entwicklung befindet, zeigt er deutlich die Richtung: Websites werden künftig nicht nur für Menschen und Suchmaschinen, sondern zunehmend auch für KI-Systeme gestaltet werden müssen.